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Mein Spektrum

Warum sind meine Arbeiten so vielfältig? Mehr dazu sowie über meine Arbeitsphilosophie.
Ich brütete an der Diss herum, in die Abgründe historischer Quellen vertieft. Da kam der Anruf, der mein Leben veränderte. Am Draht war Daniel E. Eggli von der Zeitschrift Salz&Pfeffer. Er fragte, ob ich einen Überblick der Gastroszene in Baden schreiben wolle. Oh ja! Unbedarft stürzte ich mich in die Lokale und auf die Tasten, beides mit Hochgenuss. Offenbar las sich das Resultat gut, denn bald berichtete ich für verschiedene Medien über allerlei Kulinarisches. Seither sind 20 Jahre vergangen und viel Lifestyle-Publizistik in allen Facetten ist entstanden.
Diese Tätigkeit erwies und erweist sich als überraschend vielseitig. Sie bietet spannende Einblicke in Menschenleben und Orte, in Produktewelten und Traditionen. Wieviel Herzblut doch in zahlreichen Dingen steckt! Dabei merkte ich, dass ich mich lieber begeistere als zu nörgeln. Das Positive liegt mir deutlich näher als mäkelnder Kleingeist. Als weitere Leidenschaft entdeckte ich bald das Unterwegssein, was in Reportagen, Reiseberichte und Gastroführer mündete. Zunehmend kamen Auslandreisen hinzu, seit 2009 auch Wanderungen. So weitete sich mein publizistisches Spektrum im Laufe der Jahre vom Kurzformat bis hin zur Abhandlung, vom Portrait bis zum Kochbuch. Die fundierte Hintergrundrecherche auf den Punkt zu bringen und mit Lesbarkeit zu paaren, wurde zu meinem Markenzeichen.
Das bekam ich jedenfalls öfters zu hören. So schrieb die Sonntagszeitung am 30. März 2008, ich würde “eloquent erklären” und “die zündende Mischung von Aufklärung und Unterhaltung elegant hinkriegen”. Diese freundliche Einschätzung bezog sich auf meine Tätigkeit als Sexkolumnistin. Seit 1998 wage ich mich immer wieder an diese brisante Materie. Sie beinhaltet den prallen Fächer des Menschseins zwischen Natur und Kultur, Genuss und Verdruss – ähnlich wie das Thema Essen.
Eine weitere Weichenstellung kam 2001 mit einer Kolumne für die Zeitschrift Cash. “Schreib doch etwas über diese gruseligen Industrielebensmittel,” lautete der Auftrag, “aber bitte lustig.” Die akribischen Recherchen lesen sich zwar pfiffig, doch sie verdarben mir den Appetit. Meine Sympathie für Bio-Produkte erwachte schlagartig. Sie umfasste bald alles, was mit Nachhaltigkeit und Ökologie zu tun hat. Über entsprechende Projekte und Produkte zu berichten, ist mir ein Vergnügen.